Update des Betriebssystems ONTAP von 6.5 auf 7.0
Kurzbeschreibung:
- Upgrade der NetApp-Storage-Systeme von Ontap 6.5 auf Ontap 7.0
- Migration aller Daten von traditionellen Volumes auf flexible Volumes
- Neustrukturierung der LUN's für MS-Exchange sowie MS-SQL Server
- Update der Produkte Snapdrive und Snapmanager, inklusive Firmwareupdate der benötigten Fibrechannelkarten
Hintergrund:
Mit der Ontap Version 7G geht die Firma NetApp einen Schritt weiter in Richtung der Speicher-Virtualisierung. Als wesentliches neues Konzept werden die sogenannten "flexible Volumes" eingeführt; dabei einfällt die Kopplung von physikalischer Struktur (Disks, RAID etc.) und logischer Struktur (Datencontainer für bestimmte Anwendungen, z.B. Home-Filesyteme, Datenbanken etc.). Die physikalische Ebene wird jetzt in Form der sogenannten Aggregate abgebildet.
Innerhalb dieser Aggregate können nun die "flexible volumes" erzeugt werden, die nicht mehr an bestimmte physikalische Disks gekoppelt sind. Diese "flexible volumes" können nun fast beliebig vergrößert und verkleinert werden. Selbst wenn die Volumes größenmäßig relativ klein dimensioniert werden, wird die Performance dadurch praktisch kaum negativ beeinflußt, da die Aggregate genügend groß angelegt werden können, um die I/O-Last auf viele Disks zu verteilen.
Allerdings sind einige Punkte dabei zu beachten: Bei Verwendung von flexible volumes wird der Prozessor mehr beansprucht als bei traditionellen Volumes, d.h. vor einem Upgrade sollte im Zweifelsfall eine sorgfältige Performance-Analyse durchgeführt werden, um zu verhindern, dass die Prozessor-Mehrbelastung zu einem Resourcen-Engpass führt, der die Performance wiederum negativ beeinflussen würde.
Durchführung:
Zunächst einmal wurde das vorhandene System (zwei NetApp-Storage-Systeme im Metro-Cluster Verbund) analysiert. Dazu wurde in typischen Auslastungssituationen Performance-Daten gesammelt. Es ergab sich, dass die I/O-Last der einzelnen Disks teilweise relativ hoch war. Dies wurde insbesonders durch die relativ kleinen (traditionellen) Volumes, die somit auch nur aus wenigen Disks bestanden, bedingt.
Da für die Migration neu hinzugekaufte Disk-Shelves zur Verfügung standen, konnte so vorgegangen werden, dass zunächst ein neues Aggregat neben den traditionellen Volumes angelegt werden konnte. Danach erfolgte der Datentransfer in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten, wobei sukzessive die bereits migrierten und somit nicht mehr benötigten traditionellen Volumes aufgelöst wurden. Die dadurch frei gewordenen Disks wurden dann dem Aggregat hinzugefügt. Mit den dadurch frei gewordenen Disks konnte dann das Aggregat wiederum vergrößert werden.
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| Ansprechpartner: | Anton Tobies, Thomas Hoßfeld |
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