ST-Perf Installation und erste Schritte:
Die Installation kann sich leider nicht alleine auf das Modul ST-Perf beschränken, da ST-Perf auf Python und dem TK-Toolkit basiert. Daher muss zunächst sichergestellt werden, dass die benötigte Umgebung vorhanden ist.
- Installation des Python-Interpreters auf:
- Installation zusätzlicher Pythonmodule
- NetWorker Besonderheiten
- Installation von ST-Perf
- Erste Schritte
- FAQ
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Installation des Python-Interpreters
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Installation auf Linux
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Betriebssystem Voraussetzungen
Wir benötigen eine Linux Distribution ab SuSE V. 7.3 oder vergleichbare andere Distributionen. Hierbei ist jedoch nicht die Distribution, sondern die Version des Python Interpreters das ausschlaggebende Element.
Zu Zeit werden Python 2.2, 2.3 und 2.4 unter Linux unterstützt.
Aktuell supported und von uns getestet sind alle SuSE Versionen ab 7.3, mit den unten aufgeführten Python Paketen.
Wir gehen aber davon aus, dass das Paket auch auf anderen Linux Versionen mit einem Python Interpreter ab Version 2.2.1 lauffähig ist. -
Python 2.2.1 oder höher
Bei einer SuSE-Linux Installation sind alle Versionen ab V.8.1 ausreichend. Hier müssen Sie lediglich kontrollieren, dass das Paket Python und die zusätzlichen Pakete Tix und Tkinter installiert sind. Wenn nicht, empfiehlt sich eine Installation der Pakete Python, Tix und Tkinter mit Yast.
Für die Installation der Python Pakete wird die Gnu MP Library (gmp) benötigt. Diese ist in den Distributionen enthalten.
Sollten Sie eine andere Linux-Distribution verwenden und hier die Python Pakete nicht enthalten sein, so können Sie diese auf der WWW-Seite von Python.org downloaden. Die ebenfalls benötigten Pakete Tix und Tkinter finden Sie in Ihrer Linuxdistribution oder unter:- Tix: bei tix.sourceforge.net.
- Tkinter: bei Python.org.
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Installation auf Solaris
ST-Perf wird ab der Betriebssystem Version Solaris 8 unterstützt.
Die Installation des Python-Interpreters sowie der zusätzlich benötigten Pakete ist auf Solaris leider etwas umfangreicher, da auf Solaris Systemen der Python-Interpreter und andere benötigte Pakete nicht standardmäßig installiert sind.
Die Pakete sind allerdings alle auf der WWW-Seite http://www.sunfreeware.com/ erhältlich.
Im einzelnen müssen folgende Pakete installiert werden:- python-2.6.2-sol26-sparc-local.gz Python-Interpreter (Sunfreeware)
- libgcc-3.3.gz libgcc Bibliothek die von python benötigt wird (Sunfreeware)
- tcl-8.5.3 TCL Paket 1.2 MB (Sunfreeware)
- tk853.pkg.gzTK Paket 1.1 MB (Sunfreeware)
- tix-8.1.4.tar.gz Source Code (sourceforge.net)
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Installation zusätzlicher Pythonmodule:
Für verschiedene Funktionen von ST-Perf sind noch zwei Pythonmodule erforderlich, die nicht mit dem Pythoninterpreter installiert werden. Die Installation dieser Module muss anschließend erfolgen.
Hierbei ist die Vorgehensweise für Linux und Solaris nahezu identisch.
Es empfielt sich alle zusätzlichen Pakete in das Verzeichnis <pythonhome>/site-packages zu installieren.
pythonhome befindet sich bei Linux unter /usr/lib/python2.? oder
bei 64-bit Intelsystemen untern /usr/lib64/python2.?. Bei Solaris wird pyhton unter /usr/local/lib installiert.
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Pmw
Pmw1.2 ist bei pmw.sourceforge.net zu finden. Die Installation von Pmw (Python Mega Widgets) sollte folgendermaßen ablaufen:- Download der Datei Pmw.1.2.tar.gz
- Entpacken der Datei mittels dem Kommando
tar zxvf Pmw.1.2.tar.gz - Hierbei entsteht ein Verzeichnis mit Namen PMW. Dieses Verzeichnis müssen Sie nun einfach in das Verzeichnis /usr/lib/python2.?/site-packages (linux) bzw /usr/local/lib/python2.?/site-packages (solaris) verschieben.
mv Pmw /usr/lib/python2.2/site-packages
oder
mv Pmw /usr/lib/python2.3/site-packages
oder
mv Pmw /usr/lib/python2.4/site-packages
Je nach dem welche Python Version auf Ihrem Rechner installiert ist.
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pexpect
pexpect gibt es bei pexpect.sourceforge.net
Die Installation von pexpect gestaltet sich denkbar einfach:- Download der Datei pexpect-current.tgz
- Entpacken der Datei mit dem Kommando
tar zxvf pexpect-current.tgz - Kopieren oder verschieben der Datei pexpect.py nach /usr/lib/python2.?/site-packages bzw /usr/local/lib/python2.?/site-packages.
cd pexpect-0.99
mv pexpect.py /usr/lib/python2.?/site-packages
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NetWorker Besonderheiten
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NetWorker Server
Grundsätzlich gibt es keine Einschränkungen für den NetWorker Server. Unterstützt werden auch die OEM Versionen von Fujitsu und SUN -
Networker Client
ST-Perf benötigt zum Aufzeichnen der Daten einen NetWorker Client auf der selben Maschine. Für die Aufzeichnung von nicht im SAN gesharten Laufwerken benötigen sie einen beliebigen NetWorker Client (Fujitsu oder EMC) ab Version 6.0
Für die SRS-Unterstützung muss ein Fujitsu-NetWorkerClient, sowie das SRS-Client Paket installiert sein. Hier wird jedoch zusätzlich zur Client-Software das Fujitsu eigene Kommando nsrsrscmd benötigt. Das nsrsrscmd gehört zum NetWorker Serverpaket von Fujitsu. -
Besonderheiten
Um eine korrekte Ausgabe der zu einem Zeitpunkt angegebenen Sessions zu erhalten, müssen die Systemzeiten des NetWorker Servers und der der Aufzeichnungsmaschine synchronisiert sein. Genauere Informationen über Zeitsynchronisation finden Sie z.B. in der Manual Page ntp.1
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ST-Perf Installation
- Die Installation muss als 'root' erfolgen.
- Die unter den Punkt 1-3 aufgeführten Vorraussetzungen müssen vor der Installation erfüllt sein.
- ST-Perf installiert einen ausführbaren Programmteil und eine Verzeichnisstruktur für die Konfiguration, die Datenerfassung und die Protokollierung. Beide Verzeichnisse sind fest in das RPM Paket eingebrannt. Sollten Sie andere Pfade als die unten aufgeführten wünschen, so empfiehlt es sich, die angegebenen Verzeichnisse bereits vor der Installation als symbolische Verweise auf die von Ihnen gewünschten Verzeichnisse anzulegen.
- Der voreingestellte Installationspfad für die ausführbaren Programme ist '/opt/nsr/st-perf'.
In diesem Verzeichnis werden die Unterverzeichnisse bin, lib2.2, lib2.3, lib2.4 und lib angelegt. lib ist ein symbolicher Verweis auf lib2.2., lib2.3 oder lib2.4. Je nach dem welche Python Version bei der Installation vorgefunden wurde. Sollten Sie die Pythonversion nach der st-perf Installation ändern, so muss auch dieser Link geändert werden. - Die Laufzeitdaten, die Konfiguration, sowie die Protokollierung werden im Verzeichnis '/nsr/st-perf/ abgelegt. In diesem Verzeichnis werden die Unterverzeichnisse data, logs und config angelegt.
- Im Verzeichnis data werden die aufgezeichneten Perfomancedaten der einzelnen Laufwerke abgelegt. Hierzu wird für jede gestartete Aufzeichnung ein Unterverzeichnis mit dem Namen und Uhrzeit des Beginns der Aufzeichnung erstellt. St-perf kontrolliert die Anzahl der bestehenden Aufzeichnungen.
- Im Verzeichnis logs werden Protokolldateien der st-perf Programme abgelegt. Diese dienen Debugging Zwecken und sollten bei evtl. Fehlern an die Schäfer & Tobies SuC weitergeleitet werden.
- Im Verzeichnis config wird die Konfiguration hinterlegt. Die hierbei entstehende Datei (conf_perf) darf nur mit einem der mitgelieferten Programme config oder xconfig geändert werden, da sonst ein einwandfreies Funktionieren der Programme nicht mehr gewährleistet ist.
- Der voreingestellte Installationspfad für die ausführbaren Programme ist '/opt/nsr/st-perf'.
- Die eigentliche Installation von ST-Perf erfolgt mit dem Kommando
LINUX: rpm -i[vh] st-perf.<build>.rpm
SOLARIS: pkgadd -d st-perf_<build>.pkg
Hierdurch werden die oben beschriebenen Verzeichnisse angelegt, soweit diese noch nicht vorhanden sind.
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Erste Schritte
Im Verzeichnis /opt/nsr/st-perf/bin finden Sie folgende 4 Kommandos:- xconfig
Dieses Programm dient zur graphischen Konfiguration des Performance Tools. Hier können Sie zunächst die zu überwachenden NetWorker Server auswählen. Für jeden NetWorker Server können Sie die zu überwachenden Laufwerke anwählen und für diese evtl. definierte Farben zuweisen. Sie können die Aufzeichnung einmalig Starten (st-perf generiert einen at job), oder täglich zu einer definierten Zeit starten lassen (in diesem Falle generiert st-perf einen Eintrag in der crontab).
Gegebenenfalls können Sie auch einen SRS Server und dessen aufzuzeichnende Laufwerke definieren. - config
Das CLI Kommando zum konfigurieren der Aufzeichnung. Hier können Sie ebenfalls alle Einstellungen zur Aufzeichnung interaktiv durchführen. Nur die Farbzuordnung und das automatische Starten der Aufzeichnung lässt sich mit diesem Kommando nicht durchführen. - record
Das Programm zur Aufzeichnung der Performancewerte. record liest zuerst die Konfiguration. Sollte nur ein NetWorker Server konfiguriert sein, beginnt das Programm sofort mit der Aufzeichnung. In diesem Falle wird für die Aufzeichnung im Verzeichnis /nsr/st-perf/data/ ein neues Unterverzeichnis mit dem aktuellen Datum generiert. In diesem Verzeichnis wird nun für jedes konfigurierte Laufwerk eine Datei mit den Performancewerten des Laufwerks über den Aufzeichnungszeitraum erzeugt.
Sollten Sie mehrer NetWorker Server konfiguriert haben, wird record Sie interaktiv nach dem Server fragen, dessen Werte Sie aufzeichnen wollen. Wenn Sie die Aufzeichnung ohne Interaktion starten wollen, so können Sie den Server durch die Angabe des Server Namens als Argument bestimmen.
record <NetWorker Servername>
Wenn mehrere NetWorker Server konfiguriert wurden, werden die Aufzeichnungsverzeichnisse nicht direkt unter /nsr/st-perf/data angelegt, sondern record erzeugt für jeden Server ein Unterverzeichnis und in diesen Verzeichnissen werden die Unterverzeichnisse der aktuellen Aufzeichnungen generiert. - st-perf
Das Programm st-perf stellt die aufgezeichneten Performancewerte Ihrer Laufwerke graphisch dar. Welche Laufwerke angezeigt werden, können Sie entweder im GUI über den Menüpunkt Load, oder durch die Angabe der Dateinamen als Argumente des Programms, bestimmen. Die benötigten Dateien finden Sie im Verzeichnis /nsr/st-perf/data/<DATUM>. Innerhalb dieser Verzeichnisse finden Sie für jedes Laufwerk eine Datei in der die Performancedaten des Laufwerks mitgeschrieben wurden.
Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte dem Benutzerhandbuch.
- xconfig
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FAQ (Tips und Tricks)
- Fehlermeldung: 'LookupError: unknown encoding: CHARSET'
Diese Fehlermeldung deutet auf einen unbekannten CHARSET hin. Das Problem ist mit älteren SuSE Versionen bekannt und wird dadurch verursacht, dass die gesetzte Sprachumgebung nicht als CHARSET vorhanden ist.
Umgehen kann man das Problem mit setzen der LANG-Variablen vor dem Starten der st-perf Kommandos.
Beispiel: LANG=C /opt/nsr/st-perf/bin/xconfig - Um eine korrekte Ausgabe der zu einem Zeitpunkt angegebenen Sessions zu erhalten, müssen die Systemzeiten des NetWorker Servers und der der Aufzeichnungsmaschine synchronisiert sein. Genauere Informationen über Zeitsynchronisation finden Sie z.B. in der Manual Page ntp.1
- ST-Perf bietet in der Version 1.4 auch eine experimentelle Unterstützung der neuen NetWorker Version 7.3.
- Unterstützt wird:
Server 7.3 Client 7.2 oder 7.3 - Nicht unterstützt:
Server 7.2 und Client 7.3
- Unterstützt wird:
- Das Handling im xconfig hat sich mit Einführung der 'DDS'-Unterstützung etwas geändert.
Um Einstellung im 'DDS'-Tab zu sichern, ist immer auch ein "Abspeichern" im Server-Tab notwendig.
Für die Aufzeichnung von 'DDS'-Laufwerken wird eine SRS/DDS-Lizenz benötigt. Zwar lassen sich 'DDS'-Laufwerke einrichten, aber nicht aufzeichnen.
- Fehlermeldung: 'LookupError: unknown encoding: CHARSET'